Gestrandet in Hoyerswerda

Sonntag, 13.04.2014

Heyo Freunde,


die Abenteuer von Daniel und Hans finden nun eine Fortsetzung nach den Wochen im idyllischen Ohakune. Noch ein Abend trennte uns von der Abreise, und dieser hatte es mehr oder weniger in sich, da eine Kiwi-Inderin mit uns das Zimmer teilte. Sie hat uns etwas über neuseeländische Mädchen erzählt, ging dabei aber stark von sich aus. Sie hatte mit ihrem Freund Schluss gemacht und der Abwechslung wegen eine Reise, verbunden mit Arbeit, durch das Land geplant. Sie ging uns mit ihrem Slang ziemlich aufn Sack, hat sich gern reden hören und, einmal angefangen, gar nicht wieder aufgehört. Wie ein 8-jähriges Kind, dass unbedingt jedem seine Lebensgeschichte erzählen musste,  bereicherte sie uns mit ihren von geringer Bildung zeugenden Ausschweifungen über ihr Sexleben und... naja, das wars auch schon wieder. Und das so ziemlich den ganzen Tag. Wir haben sie einfach labern lassen und uns auf unsere Weiterfahrt vorbereitet.


Am Abend wollten wir einen Film gucken. Sie teilte uns ihre Vorlieben mit und auf diese eingehend entschlossen wir uns für einen romantischen Actionfilm - Der Soldat James Ryan. Nachdem das dann alles geschafft war, legte sie sich endlich schlafen und wir taten es ihr nach.


Der nächste Morgen war ziemlich stressgeladen, naja, etwas vielleicht. Die Koffer waren gepackt und alles erledigt, wir mussten nur noch die Schlüssel abgeben. Das stellte sich als Problem heraus, da ich meinen entweder verloren habe oder er sich ntief in meinem Rucksack befand. Wir haben dann so schnell wie möglich das Hostel verlassen und der Niederländerin Nikki an der Rezeption ist das alles auch nicht weiter aufgefallen. Der Bus wartete schon und wir sind nach ein paar mal Umsteigen und einer langen Fahrt in Tauranga angekommen, wo wir auf gut Glück einen Schlafplatz im Hostel suchten. Es war dann auch noch ein Zimmer frei, welches wir uns schnapptenn und anschließend zum Burger King gingen, um unseren unsättlichen Hunger zu stillen. Hier war ein Penner, der ne halbe Stunde an ner Cola saß und sich noch einen Burger bestellte, den er mit Genuss verspeiste. So stoned wie der war, schien es mir eine Henkersmahlzeit zu sein.


Am nächsten Tag war dann Trampen angesagt, das hat auch ganz gut geklappt und eine ältere Dame hat uns mit bis nach Katikati genommen, wo wir von Ken und Lyn abgeholt wurden. Bei diesem älteren Ehepaar hausten wir, übrigens in einer Millionennvilla, und haben uns das Bett durch tägliche Gartenarbeit verdient. Daniel und ich mussten gigantische Pflanzen aus dem Boden reißen und zerhacken, um sie anschließend wieder an anderen Orten einzupflanzen - war schon ganz lustig, nur die sandflies haben  mal wider unsere Beine zerbissen. In der Villa-Hügel hausten außerdem noch 2 Junge Leute  it einem Kleinkind, welches sich ordentlich die Seele aus dem Leib schrie - klang fast nach Katzenschreisyndrom.

Erschöpft bei den Reichen gesundes Bein Ausblick much doge Holz


Es verging eine gediegene Woche bei den freundlichen Edelleuten, die uns am Samstag wieder in die Stadt brachten, wo uns der verspätete Bus Richtung Auckland abholte. Von hier aus ngings nach Kerikeri, wo wir einen Zwischenstopp einlegten, schließlich sollte uns baldige Arbeit weiter nördlich erwarten. Daraus wurde jetzt aber doch nichts, weil sich das Mandarinenpflücken zeitlich nach hinten verschoben hat und wir, beziehungsweise ich, nicht unsere restliche Zeit im gelobten Land mit Arbeit verbringen wollten.


Nachdem uns der Bus rausschmiss, hat uns ein alter Mann, der das Hostel leitete, in seinem ebenso alten Auto abgeholt. Die Kiste war stolze 27 Jahre alt und lief dennoch wie geschmiert, was man von dem Greis jedoch nicht mehr behaupten konnte. Er war zwar sehr nett und hilfsbereit, führte aber manchmal Selbstgespräche und redete viel wirres Kauderwelsch. Das Hostel war 1km von der Stadt enfernt und lag inmitten der Natur. Wir hatten auch gleich mal heute früh eine Kakerlake zwischen unseren Brötchen. Nach minutenlangen Nachforschungen im Internet über das davon ausgehende Risiko entschlossen wir uns die Backwaren links liegen zu lassen und ein paar Würste zu essen. Mehr oder weniger gestärkt leifen wir dann mit zentnerschwerem Gepäck auf dem Rücken zur Stadt, um von da aus nach Paihia zu trampen. Nach 1 Minute hielt auch schon ein Maori an und wir waren überrascht wie schnell das ging. Jetzt sitzen wir hier am Küstenort fest, ohne Arbeit und Freunde, nur ein paar Groschen in den Taschen und einen Magen, der sich beinahe selbst auffrisst.


Hoffentlich kommt mit dem morgigen Tag auch etwas Licht ins Dunkel und es ergibt sich vielleicht doch eine Beschäftigung für uns arbeitswillige Burschen.


Grüße ins Reich viel Spaß beim tüchtigen Schaffen, vielleicht kommen wir auch mal wieder in den Genuss.


Bis demnächst

still alive

Samstag, 05.04.2014

Guten Tag,


war in letzter Zeit etwas unterwegs, hatte aber nie die große Möglichkeit zu schreiben. Ich fasse jetzt einfach mal so die Höhepunkte der letzten Wochen zusammen.


Nachdem wir dann meinen Geburtstag ausgiebig gefeiert hatten, fuhren Silvano und ich wieder mal an die Küste zu einem Leuchtturm. Allerdings war das Gelände hier anders als bei jedem anderen: eine stadiongroße Sandebene bettete sich zwischen dem anliegenden Ort und der Felsgruppe, auf welcher der hiesige Leuchtturm gen Himmel emporragte. Ich beschloss barfuß voranzuschreiten, jedoch war es  sehr windig, sodass gewaltige Sandkörne gegen meine leichtbekleideten Beine klatschten. Hin und wieder leicht aufschreiend begab ich mich also im Laufschritt zu den schützenden Felsen, welche an mancher Stelle jedoch von aufbrausenden Wellen überspült wurden. Obacht!


Wir weilten einigeZeit dem Spiel des Meeres bei und machten uns an den Aufstieg zum Turm. Hier oben war es noch windiger und man konnte sich fast gegen den Strom lehnen. Als dann der letzte tropfen Flüssigkeit meinen Augen entwich, beschlossen wir wieder langsam zurückzukehren. War aber ein gediegener Ausflug mit spirituellem Tiefgang.


In den folgenden Tagen sind wir viel gefahren, waren hier und dort und haben uns mal bisschen mehr Fast Food als gewöhnlich gegönnt, spektakuläre Ereignisse schienen jedoch auszubleiben.
Bis sich uns ein Monument der Natur entgegenstellte: Mount Taranaki/Egmont. Ich beschreibe diesen Vulkan am besten mit Silvanos Worten: "Weeßte, mitten in der Pampa steht diesor scheiß Berg rum, sowas beklopptes!" Und das war erst der Anfang seiner wutgeladenen Ausbrüche. Wir beschlossen, den 600 Meter niedrigeren Berg aka Fanthams Peak zu besteigen, dessen  Wanderweg an den Dawson Falls startet. Anfangs glich unser Unternehmen mehr einem Spaziergang, Treppenstufen wurden in den Waldboden eingearbeitet. Nachdem wir ein Denkmal von Sir Edmund Hillary passiert hatten, glaubten wir uns nah am Ziel, da wir bereits eine Hütte sehen konnten. Allerdings war dies ein privates Häuschen, und sogleich begann Chewbacca zu brüllen. Ich in meiner Rolle als Han Solo versuchte meinen Begleiter zu beruhigen, welcher schon die Flinte ins Korn warf und umkehren wollte - dabei waren wir noch nicht einmal annähernd am Ziel. Nach weiteren unzähligen Treppenstufen kamen wir schließlich, um nicht zu sagen endlich, in eine unwegsamere Gegend, wo bereits der steile und steinige Hang des Berges das Hinterland säumte. Der folgende Weg war steinig und schwer, doch unser Wille konnte nicht gebrochen werden, obwohl Silvano schon an den Grenzen des Möglichen stand. Viele Faktoren trieben ihn an den Rand des Wahnsinns: zum einen war der schroffe Untergrund so rutschig, dass man mit jedem Schritt nach vorn zwei zurück machte. Zum anderen blies uns ein starker und kalter Wind um die Ohren, der mich beinahe aus den Latschen gefegt hätte. Silvano schrie siich die Seele aus dem Hals, "scheiß Berg, scheiß Steine, scheiß Wind". Und immer mal wieder "scheiß Haare", welche ihm ins Gesicht geblasen wurden. So gut habe ich schon  lange nicht mehr gelacht, ich musste mehrmals pausieren, da ich einfach nicht mehr laufen konnte. Wenn Silvano nicht so weit hinter mir gewesen wäre, hätte er wahrscheinlich Steine nach mir geworfen oder mich vom Hang gestoßen. Nach ca einer Stunde waren wir dann an der Hütte angekommen, in welcher wir unser Proviant vernaschten und uns ausruhten. Die Aussicht war einfach überwältigend, obwohl Wolken mit 10.000km/h über den Berg sausten.


Das folgende Wochenende verbrachten Silvano und ich in New Plymouth. Hier hatten wir Basti Berger kontaktiert, einen Augustiner am andren Ende der Welt - so wie wir. Wir blieben 3 Tage bei seinem Austauschvater im Haus, der war echt nett und offen. Mit ihm haben wir viel gequatscht und wurden gut bekocht. Außerdem haben uns 2 Freunde von Basti die Stadt gezeigt, wir sind auf einen Berg geklettert, der eine stadtübergreifende Aussicht gewährte und waren in einem Café. Des weiteren lernten wir den Sohn des Vaters kennen, der ein sehr aufgewecktes Auftreten an den Tag legte. Als wir nach der Rundtour wieder ins Haus kamen, hat er mich sofort zum Minecraft-Spielen eingeladen, später noch auf seiner Trompete gespielt und getanzt. Ganz komisch war, dass sie nicht nur einen Hund sondern auch 2 Hühner als Haustiere hatten, die waren sehr zutraulich und ließen sich streicheln. Auch ein chinesischer Austauschschüler namens Sepong war im Haus. Er sah genau so aus wie Wildturtle und hat sehr viel gezockt. War aber ein lustiger Kauz.


Alles in allem hatten wir eine wunderbare Zeit dank Basti, allerdings mussten wir wieder weiterziehen, da mich Silvano in Ohakune absetzen werden wird. Wir haben 250km über den Forgotten-World-Highway zurückgelegt, welcher sich durch eine malerische Landschaft schlängelte. Nach einigen Reflektionen über unsere gemeinsame Zeit fuhren wir zum Campingplatz - und da war er: der Schicksalsberg, wie er leibt und lebt. Sofort befand ich mich wiedre in meiner Welt, allerdings konnten wir die symmetrische Schönheit nur von der Ferne betrachten, da es spät wurde und wir schlafen wollten.


Am nächsten Tag kam dann die Stunde der Wahrheit: Silvano setzte mich in Ohakune ab. Der Abschied war kurz und schmerzlos, aber wir hatten eine angenehme Zeit zusammen, haben uns schätzen  und hassen gelernt und das ein oder andere gemütliche Bier zusammen getrunken.
Gleich bei meiner Ankunft habe ich Daniel aus dem Schwabenland wiedergetroffen, er arbeitete gerade. Hier muss man 3 Stunden am Tag arbeiten, kann dafür schlafen sowie das Internet und alle Räumlichkeiten nutzen. Wir sind hier bis jetzt gut eine Woche zu viert zusammen gewesen, Daniel, Sandra, Kim und ich, die beiden Mädels verließen uns leider wieder am Ende der Woche.
Mit zwei Frauen im Haus war immer für gutes Essen sowie Sauberkeit gesorgt, abends saßen wir zusammen und haben Spiele gespielt oder einen Film geguckt. Freitag waren wir in Taupo, wo die beiden Mädels einen Fallschirmsprung gebucht hatten. Daniel und ich haben ihnen viel Mut gemacht und sie haben es sogar überlebt - ich hätte mich sowas nicht getraut, vielleicht hänge ich da zu sehr am Leben. Auch ein kleiner Ausflug mit dem Rad zu einem See stand auf dem Tagesplan ein paar Tage vorher. Komischerweise herrscht hier Helmpflicht und man bekommt eine Strafe wenn man keinen trägt, nach dem Motto "mir ham ouch". Ich konnte mich damit allerdings nicht abfinden und habe meine erste Straftat im Land der Kiwis begangen - wurde aber nicht erwischt. 


DIe Arbeit hier ist nicht so meins. Entweder Zimmer machen oder putzen, manchmal durften wir noch Sperrmüll schleppen - das war ziemlich abwechslungsreich. Hier arbeiten auch zwei Holländer, die die Chefs ersetzen, welche die Woche über meist wegfahren. Die lassen uns die ganze Arbeit machen und kiffen wie blöde, fühlt sich zumindest so an, denn Roland wirkt immer high und sieht mitgenommen aus. Wenn wir mal Unkraut jähten, hängt die Katze namens Pus die ganze Zeit mit uns ab und bringt uns auf andere Gedanken. Da die hinreißenden Mädels uns leider schon nach einer Woche verließen, mussten wir auch noch deren Arbeit, sprich Putzen und so einen Dreck, erledigen. Außerdem gibts auch nicht mehr die besten Kreationen in Hinblick auf unsere kulinarischen Ausflüge am Abend.


Am Donnerstag hatten wir dann endlich mal genug Überstunden, um das Tongariro-Crossing zu machen. Früh 10 nach 7 sollte der Bus kommen, hatte aber erstmal 17 Minuten Verspätung - ein Teil des Gesamterlebnisses. Schließlich war der knapp 8 stündige Spaziergang durch den Nationapark ein Aushängeschild der Region. Dadurch waren auch sehr viele Touristen unterwegs, die den Verkehr, angetrieben von zwei deutschen, unermüdlichen Körpern, aufhielten. Daniel war von dem von mir zügig eingelegten Gleichschritt anfangs nicht begeistert, vor allem bei Bergetappen, allerdings war dieser nötig, um rechtzeitig wieder beim Bus anzukommen, welcher auf der anderen Seite des Nationalparkes auf uns wartete. Schließlich wollte ich den hier liegenden Schicksalsberg erklimmen, was einen kleinen Umweg bedeutete. Leider war der Himmel an diesem Tag von Wolken verhangen, zumindest im Nationalpark, sodass man nicht so viel sehen konnte. Das machte mir aber nüscht und ich bin trotzdem hochgeklettert - Daniel hat nach einiger Zeit schlapp gemacht und Höhenangst bekommen, weshalb er wieder umkehrte. Doch Frodo und Sam sind auch nicht umgekehrt, und so machte ich mich allein an den Aufstieg direkt zur Spitze des Berges. Durch Nebelschleier kühn erreichte ich schließlich mein Ziel, angetrieben vom eisernen Willen und meinen muskulösen Beinen. Ich konnte bis in den Krater hineinspähen, allerdings war keine Lava zu sehen - Frodo hat ja bekanntlich den Berg durch die Vernichtung des Ringes zum Ausbruch gebracht. Herunterspähen war jedoch nicht möglich, der besagten Wolken wegen. Wieder unten angekommen, nach einer zermürbenten Schlittertour, traf ich den rastenden Daniel und wir verspeißten einen Teil unserer Mitbringsel - Lembasbrot, und das beste: noch mehr Lembasbrot. Gestärkt ging es durch die Ebene zwischen den Bergen, und potzwetter fing es an zu regnen. Wir wurden klatschnass, das hat uns allerdings nicht gestört. Das Weitergehen durch den Regen hatte schon etwas stoisches, und nach einigen Auf- und Abgängen kamen wir zu ein paar Seen, welche den faulenden Geruch von Schwefel von sich gaben. Dank unserer Schweeßbeene waren wir den Gestank schon gewohnt und konnten den Einschüchterungsversuchen Saurons zum Trotz weitermarschieren. Mit brennenden Füßen und knarksenden Gelenken kamen wir nach 7,5 Stunden am Busportal an, wo wir auch die letzten waren (schließlich haben wir in fast der gleichen Zeit wie die anderen noch den Schicksalsberg bestiegen, Sauron besiegt und eine halbe Tonne Lembasbrot gegessen).


Langsam neigt sich unsere Zeit im Hostel dem Ende zu, wir hatten 2 gute Wochen und haben schön gefaulenzt, ne Menge Tischtennis gespielt sowie den ein oder anderen Film gesehen. Wir haben auch bereits einen Jooooob in Northland, müssen mal sehen wie wir da hinkommen, Trampen oder ein Schiff kapern.


Nochmal Entschuldigung dafür, dass ihr so lange nix von mir gehört habt, aber hier gab es einiges an Beschäftigungen und ich war manchmal zu faul zum Schreiben.


Gz auch nochmal an Chrisper für erreichen von Stufe 19.


cya

Ich gehe straff auf die 20 zu

Sonntag, 16.03.2014

So, bin jetzt hier auf der Nordinsel, und das ist schon ein kleiner Unterschied, aber nicht weltbewegend. Hier gibts zum Beispiel in jeder Stadt unzählige Läden mit den verschiedensten Gütern, sodass man nicht erst 100km bis zur nächsten Großstadt fahren muss, wenn man mal was braucht. Benzin ist hier auch etwas billiger und im Vergleich zu Deutschland sowieso. Hier gibts auch kaum sandflies, dafür aber Mücken. Ich mach am besten mal da weiter, wo ich aufgehört habe: Blenheim.


Nachdem wir mit allen Schreibereien fertig waren, mussten Silvano und ich erstmal das Auto umparken, weil wir fast einen Strafzettel bekommen hätten. Dann haben wir uns noch mit Chris getroffen, ein alter Freund meines haarigen Begleiters. Ich kaufte mir ein Dürum für 12$ und gemeinsam sind wir zum Fluss gegangen, um dort etwas zu quatschen. Nach einiger Zeit war das Wiedersehen zwischen Silvano und Chris beendet, wir haben ihm noch das Auto gezeigt und sind dann weiter nach Picton gefahren, wo am nächsten Tag unsere Fähre gehen sollte. Der Campingplatz war recht nett, es gab ein Riesentrampolin im Stil einer Hüpfburg, weshalb man da auch nicht so gut springen konnte. Habs trotzdem gemacht, aber 100 Saltos und Schrauben so wie Fischi hab ich dann doch nicht geschafft. Nach dem Abendbrot hab ich meine Jonglierkünste mit einem Ball rausgeholt, Silvano war beeindruckt von meiner brasilianischen Ader.


Am nächsten Morgen mussten wir dann auch schon los zur Fähre, allerdings hat sich Silvano noch von nem alten Holländer vollquatschen lassen, der uns geraume Zeit auf dem Campingplaz hielt. Dann sind wir für ne halbe Stunde nochmal in die Bibliothek gegangen, um das Internet zu nutzen. Ich hab ne Weile mit Connor geskyped und schon Pläne für die anstehende Zeit in Deutschland geschmiedet.


Die Fähre war nichts außergewöhnliches, Silvano war da anderer Meinung und schoss zahlreiche Bilder vom metallenen Kahn. Die über 3-stündige Fahrt war ganz angenehm, es ging durch Fjorde Richtung Wellington, welches wir, angekommen, erstmal hinter uns ließen, da wir einen Campingplatz in einiger Entfernung ansteuerten. Silvano und ich wanderten von da aus zu einem Wasserfall, der weniger als unspektakulär war, allerdings konnte der Pfad, der neben und über einen Bach führte, begeistern. Silvano hat sich auch schön nassgemacht. Zurück im Lager haben wir die allbekannten Bratkartoffeln mit Ei gekocht, hat aber ungefähr eine Stunde gedauert, da die Gasflasche fast leer war.


fähre Wasserfail weg

Für den kommenden Tag war die Besichigung der Hauptstadt geplant, in welcher an manch einer Küstenregion auch der Herr der Ringe gedreht worden sein soll. Hab allerdings nicht so viel davon gesehen, die Zeit hat anscheinend hier wie auch an vielen anderen und kommenden Orten die Natur die Umgebung verändern lassen. Wir waren außerdem noch im Nationalmuseum, welches 6 Etagen besitzt. War dann allerdings doch nicht so groß und spektakulär, aber irgendwie haben wir es geschafft, beinahe 3 Stunden dort zu verbringen. Danach hat sich Silvano mal wieder den Flughafen angesehen und Flugzeuge beim Starten und Landen beobachtet. Anschließend sind wir durch regen Stadtverkehr zu einem Aussichtspunkt gelangt, von welchem aus man über die gesamte Stadt blicken konnte. Silvano wollte sich diese dann auch noch genauer angucken, weshalb wir eine Stunde durch die Straßen gerannt sind. Das einzige, was mir dabei in Erinnerung blieb, war der 12$ Parkhausschein. Nach einem langen Tag schliefen wir wieder auf dem gleichen Campingplatz und hatten schon große Pläne für den nächsten Tag.

Wellington#yolo im Museum Küste


Früh habe ich mich entschlossen, etwas spazieren zu gehen, natürlich um zu einem Drehort zu gelangen. Leider habe ich außer ein paar Bienenkästen nix weiter entdeckt, was auch für folgende Untersuchungen gelten sollte. Danach fuhren wir etwas nordwärts an die Küste. Die Straße war sehr schmal und kurvenreich, weswegen das etwas Zeit beansprucht hat und mir auch etwas schlecht wurde, allerdings war der Ausblick an manchen Stellen ganz nett. Unser Ziel für den Abend war ein Campingplatz weiter draußen in der Wildnis, war aber echt schön dort, wir sind zum Fluss gegangen und hab etwas vom genüsslichen Pappwein genascht.

kein Herr der Ringe hier Elbenwälder?

Am nächsten Tag sind wir dann weiter nach Porirua zum Burger King, hab aber sonst nix weiter gemacht, weshalb der Umweg dann doch etwas sinnfrei war. Anschließend wollten wir an die südliche Küste zu einem Leuchtturm gefahren. Da gings erstmal eine 254-stufige Treppe hoch, aber Treppenlauf ist ja meine Spezialität.

Turm Obacht alter Lift


Danach stoppten wir noch an einer Robbenkolonie. Sind nah an die Bestien rangekommen, aber die stinken ja mal richtig krank. Ihre Laute haben mich an Walrous Sounds erinnert, musste gleich wieder lachen und an alte Zeiten denken. Nachdem wir unsere Freunde verlassen haben, war es schon recht spät, aber es standen noch ein paar Felsen auf dem Tagesplan. Deshalb sind wir einen Wanderweg in 35 Minuten gerannt, für den man sonst über ne Stunde braucht. Die Gebilde  bestehen aus porösen Gestein, es war nicht auszuschließen, dass die Penisberge einfach so einstürzen.

Sport frei Robben Hangman Berg+Wolken


Am Abend waren wir dann am Campingplatz angekommen und gönnten uns ne warme Dusche, allerdings kam hier nur ein kleiner, unkontinuierlicher Strahl raus, da das Wasser von nem Wassertank abgezapft wurde. War dann eher wie eine Katzenwäsche, aber hat seinen Zweck erfüllt. Wir haben dann wieder mal leckere Nudeln gekocht, ein Bier getrunken und ein paar Stunden gequatscht und Klassiker aus den 80ern gehört, sodass an dem Tag dann für nix anderes mehr Zeit war. Kurz bevor wir schlafen wollten, sahen wir ein Halo. Erst hab ich wirklich gedacht, die Ringwelt kommt, um die Erde zu vernichten, allerdings war bei näherem Hinsehen ein ringförmiges Bildnis zu sehen, wohl aus Wolken.

Halo


Gestern haben wir Wäsche gewaschen und sind jetzt in Masterton im Burger King. Zum Geburtstag hab ich mir nen schönen fetten Burger gegönnt, mach ich zwar immer, aber der hat besonders gut geschmeckt. Danach gings auf nen echt uten Campingplatz, da war Dusche, Küche und der Rest für 6$ ein echtes Schnäppchen. Ich hatte zwar Geburtstag, allerdings ist nichts großartiges passiert, hat ja auch den ganzen Abend gegossen wie aus Eimern. Wir haben dann noch mit Gunnar und Eike aus Norddeutschland genüsslich den letzten Tropfen Pappwein getrunken. Ich hab den Fischköppen mal bisschen minupren gezeigt, aber die haben von Tuten und Blasen keine Ahnung gehabt.

Danke nochmal an die ganzen Gratulanten, sendet mir mal ein Uri oder Sterni ;)


Grüße mit Süße

Die letzten Tage im Süden

Sonntag, 09.03.2014

Tag

Die letzte Woche waren Silvano und ich viel unterwegs, gab allerdings nicht so die Internetmöglichkeiten, deswegen hier mal ein bisschen mehr.

Stehengeblieben war ich in Nelson im BurgerKing, von woaus wir dann an der Küste weitergefahren sind, um einen Campingplatz am Strand aufzusuchen, am Kina Beach. Dort war es echt gemütlich, abends haben wir schön eine Tonne angezündet und uns vom Feuer wärmen lassen. Ich hab mich so 2 Stunden mit einem Kiwi unterhalten, über dies und das, auf alle Fälle hat Englisch bei Herr Gans gut geholfen, es kamen unzählige Phrases.

Himmel bei Nelson

Am nächsten Tag gings ganz gemütlich los Richtung Motueka und von da nach Kaiteriteri. Dort waren goldene Strände mit badenden Schönheiten, wir begaben uns auch gleich auf einen Hügel, um die Aussicht zu genießen. Dort oben haben allerdings 4 Japaner auf mir unbekannten Blasinstrumenten gespielt, was mir dann wichtiger war als der Rest und ich einfach ne Weile dort rumsaß und den Klängen lauschte. Weiter gings entlang der Küste zum Split Apple Rock, ein in der Mitte gespaltener Stein. Kann man sich allles mal angucken, aber großartige Höhepunkte waren das nicht. Nett anzusehen war auch der Quellort eines Flusses bei unserem nächsten Stopp. Hier waren kristallklare Becken mit eiskaltem Wasser gefüllt. Eigentlich wollte ich ja baden gehen, da man einem Maori-Brauch zur Folge gereinigt wird, wenn man 3 mal in die Suppe springt. Den Kreislaufkollaps wars mir dann doch nicht wert.

schicker Strand gespalten durch Karate eine Insel in der Nähe schön klar kalt kurz vorm Sprung Eingang zum Tunnelsystem davor Posen da kann man tauchen der Fluss

Dann sind wir eine serpentinenreiche Bergstraße entlanggefahren, Silvano hielt jedoch aller 100 Meter an, um ein Foto vom Tal zu machen. An einem Aussichtspunkte hab ich dann auch mal zugeschlagen, sonst aber nur im Auto gewartet.

Nelsen im Hintergrund da ist die Quelle ein fetter Käfer Sichlor

Dann mussten wir 12km auf einer Schotterstraße fahren, um zum Campingplatz zu kommen, allerdings wurde hier erstmal eine Schafherde langgetrieben, weshalb sich das alles ziemlich verzögert hat. Am Ziel angekommen verschlug es uns gleich in den benachbarten Wald, in welchem das tiefste Loch Neuseelands versteckt liegt (176m). Das war dann echt spektakulär und wir kletterten ein bisschen herum, allerdings gab es hier keine Absperrungen oder sonstiges, weshalb wir auch leicht in den Schlund der Welt hätten fallen können. Hier bringen sich bestimmt auch öfters mal welche um, aber das hat uns nichts gemacht. Auf dem Rückweg kamen wir zu einem Abzweig, welcher zu einem Aussichtspunkt führte. Das war so ziemlich das beste, was ich je gesehen habe. Man musste zwar über ein Feld messerscharfer Felsen mit metertiefen Spalten gelangen, wurde jedoch mit einem atemberaubenden Blick über das anliegende Tal belohnt. Die Klippen gings dann ebenfalls steil hinunter, weswegen man hier auch sehr vorsichtig agieren musste.

Schafe(waren so 100) dasLoch Aussichtspunkt Emyn Muil Wald Blick war sonnig Berge hier an der Klippe

Nach einer schönen Portion Bratkartoffeln mit Ei saßen wir dann noch mit ein paar anderen Deutschen am Lagerfeuer. Am nächsten morgen wollte ich dann mal wieder in die Welt von Mittelerde eintauche. Ganz in der Nähe im Wald soll nämlich Boromir gefallen sein. Es sah auch alles ähnlich wie im Film aus, allerdings konnte ich selbst nach einer Stunde keinen bestimmten Ort ausmachen, der mir bekannt gewesen wäre.

der Wald Boromirs Totenbett

Enttäuscht sind wir dann weitergefahren, weil wir an diesem Tag mal etwas wandern wollten. Entlang einer kurvenreichen Straße schlängelte sich ein Fluss, an welchem ein Wasserkraftwerk stand. Dahinter war der Beginn des Wanderweges, der zur Asbestos Cottage führte. Das ist eine einsame Hütte fast oben auf dem Berg, dessen Mineralien durch Minen in den früheren Jahren ausgebeutet worden waren. Man hatte hin und wieder schönen Blick über das Tal, der über Geröll führende Weg ließ einem jedoch das Lachen wieder vergehen. Die Hölhütte hatte nix weiter an sich, wir aßen unser Lunchpaket und sind noch ein paar Omas begegnet. Die waren cool drauf und haben in Gangstersprache geredet. Sylvanas Windläufer hatte dann wieder die geniale Idee noch etwas weiter zu laufen, und zwar zu einer kaputten Brücke. Der Weg war echt schön in die Landschaft eingearbeitet, jedoch war das hochgepriesene Ziel nur eine läpprige Drahtkonstruktion. Das war für uns aber kein Beinbruch, da wir schön gewandert sind, schön ja. Es wurde langsam dunkel und wir hatten noch 2 Stunden Weg vor uns, die Knie schliffen auf dem Boden und die trockenen Mäuler verlangten nach Wasser, doch der Schweiß, der von der Stirn perlte, war das einzige, was sie bekamen. Silvano schrie dann "Sind wir Männer oder Kaulquappen" und wir hatten wieder Mut gefasst. Schließlich konnten wir das Auto noch vor der Dunkelheit erreichen und fuhren nach Takaka auf einen Campingplatz voller Hippies. Die haben dann einfach mal wie Werwöfle gejault und ums Feuer getanzt. Wir verschlungen davon nicht beeindruckt unsere Fish'n'Chips und legten uns schlafen.

Wasserwerk die Minen zu Füßen die Asbestos Cottage Broken Bridge Blick aufs Tal Bergrutsch

Am nächsten Morgen wollte Silvano eine Stunde in der Bibliothek verbringen, um seinen Blog zu veröffentlichen. Daraus wurden allerdings 2,5h und ich hab mich dann raus auf die Bank gesetzt. Da kam sofort ein Mohr mit einem Laptop, spielte Musik ab und sang dazu. Wir haben uns noch ein bisschen unterhalten, als plötzlich sein Freund mit einer Ukulele kam und die einfach ausm Nichts Musik machten. Das war recht cool und als gingen, haben mich die beiden einfach so umarmt - die Hippies eben. Zwei Minuten später kam ein anderer an, der sagte, dass er gerade auf Acid ist. Mit dem hab ich mich aber auch gut unterhalten und er sagte mir, wo am Abend in Takaka was los ist.

Nachdem Silvano und ich etwas um den Abel Tasman Nationalpark fuhren und uns die Gegend ansahen, hat es uns zurück nach Takaka verschlagen, wo wir den Abend verbringen wollten. Mein Gefährte hatte dazu anfangs nicht soviel Lust, aber das hat sich schnell geändert. Im Schnapsladen haben wir uns eine 3-Literpackung Pappwein geholt, der war richtig eklig, aber zum Vorglühen hat der getaugt. Wir wollten eigentlich in eine Bar in der Nähe gehen, aber auf der Straße haben wir dann Leute getroffen, die uns in eine Karaoke-Bar brachte. War keine richtige Karaoke-Bar, aber man konnte seine eigene Mukke live spielen. Nach einem 6,50$ Bier hatte Silvano das Fieber gepackt und wir sind nochmal zurück zum Campingplatz gegangen, um seine Trommel und Cajon zu holen. Er hat sich dann einfach auf die Bühne gesetzt und losgetrommelt, so wie es sein muss. Nach einer Stunde ist er in einer Art Trance verfallen, hat die Loden geschwungen und ein Bier nach dem anderen von mir verlangt. Ich hab derzeit mit Maoris und Hippies getanzt und gequatscht. Der schöne Abend wurde mit einer Friedenspfeife besiegelt und langsam hat die Bar dann schon wieder zugemacht. Wir hatten allerdings noch nicht genug und sind vielleicht 2 Stunden durch Takaka mit fremden Leuten gelaufen. Zum Schluss kamen dann wie aus dem Nichts eine Gruppe Franzosen, mit denen wir etwas bei ihrem Auto getrunken haben. Silvano war dann aber kalt und wir haben uns auf den Heimweg gemacht.

beim Abel Tasman Obacht hier

Am nächsten Tag gings dann verkatert nach Collingwood, wo ich mir einen Double Beef Burger gegönnt habe. Der war so groß, dass ich beinahe Maulsperre gekriegt habe, dafür aber echt lecker. Gemeinsam gings dann zum Cape Farewell, im Norden der Südinsel. Silvano hat sich hier alles angeguckt, ich habe im Auto etwas geruht. Dann wollten wir noch zu einem Ort, Klippen oder so. Nach 10km auf der Schotterstraße wurde unser linker Hinterreifen von Tusken-Räubern zerschossen und wir hatten einen Platten mitten in der Pampa. Die Reifenwechselaktion war auch eine Wissenschaft für sich, 2 Schweden haben uns sogar noch geholfen. Da wir auf einer Schräge standen, mussten Silvano und ich sogar ein kleines Loch graben, weil der Wagenheber ein veraltetes Modell war, didn't even lift. Wir haben dann einfach den Boden mit dem Schraubenschlüssel geshredded und nach einer Stunde oder so war alles wieder in Butter. Hab mir dann gleich erstmal ein Bier gegönnt. Danach sind wir wieder umgekehrt, da wir das unsichere Kriegsgebiet nicht weiter passieren wolten. Wieder einmal schliefen wir in der nähe von Takaka, diesmal am Fluss.

Cape Farewell ein Fasan oder so Reifenwechsel

Am Samstag wollten wir dann eine Werkstatt aufsuchen, allerdings arbeiten die Leute hier nicht so gern am Wochenende, weshalb sich das als kleines Problem darstellte. Irgendwann durch Zufall haben wir dann doch was gefunden, mussten allerdings 2 neue Reifen kaufen und diese dann auch noch selbst wechseln. Als geübte Reifenwechselveterane hat uns das allerdings nicht so viel ausgemacht und es ging weiter, wieder Richtung Nelson, denn unsere Fähre nach Wellington morgen geht in Picton. Nach einem Umbogen, der zur Besichtung der Landschaft dienen sollte, ging es auf Rabbit Island. Hier werden irgendwie Bäume angebaut und wieder geerntet, wenn die Zeit reif ist. Nachdem Silvano sich auf dem Flughafen noch ein paar Flugzeuge angeguckt hatte, fuhren wir auf einen Campingplatz am Strand, wo wir einen schönen Blick auf Nelson hatten.

Gestern haben wir uns Nelson angeguckt, eingekauft und ansonsten auch nicht weiter viel erlebt. Es gab leckere Chickenburger zum Abendbrot, welches wir auf einem Campingplatz nahe eines Waldes genossen, wo man leckere Hasen und Vögel beobachten konnte.

Bis jetzt ist heute auch noch nicht viel passiert, wir sind zur Bibliothek gefahren und haben mal wieder Internet gehabt. Ich hab mit ein paar Freunden geskyped, die grade LoL gespielt haben, da bekam ich gleich wieder Lust auf abendliche Runden mit Probyz und Dramago, die immer schön die Games gecarried hatten. Freue mich auch über den 4-3 Sieg der trebsner A-Jugend. Hab auch Lust, mal wieder Fußball zu spielen, die Saison geht hier in Neuseeland bald los und vielleicht häng ich mich da einfach mal bei paar Leuten mit rein, schließlich kann ich nicht so sehr aus der Form fallen, wenn im Sommer wieder das Vorbereitungstraining auf die Kommende Saison losgeht.

Grüße an alle und bis demnächst

Mt. Stokes, Pinedale, Silvano trollt

Montag, 03.03.2014

Bevor es losgeht, kommt hier erstmal ein Bild der Familie Watt, bei der wir uns 3 Tage eingenistet haben.

lumbert

Der Abschied war kurz und schmerzlos, aber nicht minder herzlich. Ich habe natürlich meine FlipFlops bei den Watts vergessen weshalb wir nochmal umdrehen mussten. Danach waren wir einkaufen und tanken, der Wind fegte mit ca. 300.000 km/s durchs Land und wir hatten sofort wieder Lust am Reisen gefunden. Auf den Tipp von Kelvin hin sollte unser Nachtlager in der Nähe des Cape Cambells liegen. Da der Wind allerdings nicht aufhörte zu wehen, war das eine ziemlich trostlose Gegend und wir mussten sogar im Auto kochen.

Cape Campbell

Am nächsten Tag sind wir dann ebenfalls wegen guter Beratung zum Sawcut Gorge gefahren, haben ihn aber irgendwie verpasst, weshalb wir unser einer sich windenden Bergstraße annahmen, die dann irgendwann vor einem verschlossenem Tor endete - für uns. Nachdem ich meine Verärgerung darüber so geäußert habe wie Chrisper damals an der Ostsee und wir noch etwas den Ausblick genossen, sind Silvano und ich nordwärts an der Küste langgefahren. Hier hatte man auch schöne Eindrücke von der Natur bekommen und konnte schon die greifbar nahe Nordinsel sehen.

Sawcvut Gorge Endstation Küste auf der Küstenstraße schön ja

Nachdem wir Picton durchquert hatten, machten wir uns auf zu den Marlborough Sounds. Nach etlichem Gefahre durch die Fjordlandschaft sind wir dann an einem Campingplatz angekommen, der im Gegensatz zu den vorherigen nicht überfüllt war. Hier haben wir dann noch gechillt und konnten nachts die Milchstraße und etliche Sternenbilder sehen, war schon ein schöner Anblick.

Sonnenuntergang die wissen, was richtig ist go npd

Am folgenden Morgen packte uns dann wieder die Wanderlust und der Mount Stokes mit 1200m Höhe wollte erklommen werden. Den hat uns übrigens auch Kelvin empfohlen, die Eingeborenen kennen sich nunmal gut hier aus. Der Weg hat mir auf Anhieb gefallen, durch den durchwachsenen Wald bis hoch auf die windige Wetterspitze, wo wir unser Lunchpaket gegessen haben. Man konnte von hier in alle Himmelsrichtungen gucken, alles in allem ein gelungener 4-stündiger Ausflug (Silvano hat mit seinem Knie wieder mal etwas schlapp gemacht).

Wald Maokai Assassin's Creed Tod hoch giings Idylle coole Socken alles oben Wetterstation  ein Busch yo!

Danach sind wir einfach nur noch gefahren. Allerdings hat Silvano irgendwie das Bedürfnis aller 20 Meter am Straßenrand anzuhalten, damit er ein Foto machen kann. Ist schon ziemlich nervenstrapazierend, aber da muss ich wohl durch. An diesem Tag durfte auch Silvano mal entscheiden, in welchem Camp wir die Nacht verbringen, und er entschied sich für das abgelegene Pinedale. Wir waren fast die einzigen hier, am Zaun stand schon das 4sale-Schild und das ganze Bungalowdorf schien einem schlechten Horrorfilm der 70er Jahre entsprungen zu sein. Für 11$ p.P. wäre das ganze auch ein Reinfall gewesen, wenn ich nicht Silvano dazu animiert hätte, mit mir nach der Glühwürmchenhöhle zu suchen, die im schwarzfinstren Wald verborgen lag. Mein Partner hatte schon zittrige Knie und die Hosen voll, mich hat das alles nicht so sehr beeindruckt, und wir wagten den Abstieg in die dunkler Kluft, deren Schlund einen nach Verwesung stinkenden Geruch entweichen ließ. Wir wadeten durch einen kleinen Bach und tasteten uns an der Höhlenwand vorwärts, bis wir schließlich das Licht unser Lampen löschten. Dann sahen wir die Würmchen, welche durchweg die Decke und Wände mit ihrem türkisen Licht schwängerten. Es ähnelte beinahe dem Sternenhimmel nahe Mt. Stokes, war aber 1000 mal schöner. Wir standen dann eine ganze Weile in der Höhle und haben dieses Wunder der Natur still genossen, es schien uns fast zum Bleiben einladen zu wollen, sich unsere Körper einzuverleiben und die Seele Eins mit der Nacht werden zu lassen.

Heute früh hab ich erstmal eiskalt geduscht, weil das Warmwasser auch irgendwie nicht ging in dem Camp. Wir sind dann weiter Richtung Nelson gefahren und haben hier und da einen Abstecher zu mehr oder weniger sehenswerten Gegenden gemacht. Der Höhepunkt machte dann natürlich seinem Namen wieder mal alle Ehre - und zwar ein Drehort aus dem Film "Der Hobbit-Smaugs Einöde". An diesem Fluss wurde die Szene gedreht, in der die Zwerge in Fässer gesteckt diesen herunterfuhren, und natürlich ist Gragas richtig ausgerastet. 

Cable Bay

Jetzt sitzen wir in Nelson im Burger King, Silvano hat bereits eine Fähre zur Überfahrt auf die Nordinsel gebucht und eine Anzeige für sein Auto erstellt. Gerade sucht er nach einer günstigen Schlafmöglichkeit, fragt mich Sachen wie "was ist ein Umlaut" und will langsam wieder ein Go machen.

cya

Chillen bei den Fremden

Donnerstag, 27.02.2014

Letztens sind wir dann noch ne Weile gefahren, bis wir schließlich an einem geheimen Ort zum Campen ankommen sollten. Allerdings schien er zu geheim zu sein, weshalb wir ihn nicht gefunden haben, lag vielleicht auch an der Dunkelheit, deren Schwärze kaum von den 21 Jahre alten Scheinwerfern, die eher wie Energiesparlampen wirkten, durchdrungen werden konnte. Wir sind dann einfach einen Feldweg folgend tief in den uns umgebenden Wald gefahren, wobei hier nur Sträucher standen. Nachdem Silvano wieder mal geholmt hat und zu weit gefahren ist, mussten wir auf dem schmalen und unebenen Weg umlenken. Gefühlte 20 Züge später wars dann auch geschafft, und wir konnten am Wegesrand schlafen.

 
Am nächsten Tag sind wir weiter ostwärts gefahren, haben hier und da an einem See gerastet und ein paar Käsebrötchen gegessen. Das Wetter ist ab diesem Zeitpunkt gut gewesen und blieb auch bis zum jetzigen Zeitpunkt so. Auf dem weiteren Weg hielt Meister Silvano an, um Freunde vom Nachbarn seiner damaligen Farm anzurufen. Wir sind zu den Leuten nach Hause gefahren und wurden sehr gastfreundlich empfangen, und zwar von: Irmi, eine Bayerin, die jetzt mit ihrem Mann Kelvin und 2 Kindern, Clara und Theresa (3 und 1 Jahr alt) in Neuseeland lebt, in einem Vorort der Stadt Blenheim. Aufgrund der Tatsache, dass der Name des Mannes Kelvin Watt ist, lässt sich nicht ausschließen, dass seine Eltern eine Karriere als Physiker für ihn vorsahen. Er leitet stattdessen Projekte an Schulen, die Kindern Werte und gute Manieren beibringen sollen. Wir dürfen im Haus uneingeschränkt auf Küche, Bad und Internet zurückgreifen, was für uns natürlich ein sehr großer Luxus nach all dem Gereise ist. Wir wurden auch zu Abendessen eingeladen, es gab Reis mit Gemüse. Jeder erzählte von sich, selbstverständlich packte Silvano jede seiner Geschichten aus, was den Abend in die länge trieb, da sein Erzählstil, mit reichlich Pausen, in denen er wohl nach dem nächsten Wort sucht, und viel "ähm" geziert, dem eines Hilfsschülers zu gleichen scheint. Man könnte beinahe behaupten, Silvano wolle das Gegenüber in den Schlaf wiegen. Naja, trotz angebotenem Bett schliefen wir aus reiner Gewohnheit heraus doch im Auto.

ein schöner See noch ein See


Am nächsten Tag war großen Reenemachen angesagt. Wir haben das Auto geputzt und Wäsche gewaschen, wobei Silvano die Hauptrolle spielte. Später haben wir uns noch mit Gina getroffen, die mit uns zur Schule ging und auch iin Neuseeland umherreist. Gegessen wurde bei Domino's Pizza und der Abend mit Gesprächen sowie einer kleinen Runde Fußball abgerundet.


Am folgenen Morgen skypte Silvano mit seiner Familie, wie er es die Tage zuvor auch schon zu tun pflegte. Schließlich begaben wir uns nach Picton, um Herr Temperaturunterschied bei einem seiner Projekte in der Grundschule zu unterstützen. Silvano kümmerte sich mit ein paar fleisigen Betreuerinnen um das Barbecue, während ich in ein Kiwi-Kostüm schlüpfte - um als Stargast des Tages zu dienen. Die Kinder waren über meinen Auftritt sehr erfreut, wollten mich alle umarmen und hochgehoben werden, oder einfach mal mit mir abklatschen. Hat mir echt Spaß gemacht, vielleicht verbringe ich meine berufliche Zukunft nicht als Lehrer sondern als Kinderunterhalter. Nach der Showeinlage gabs für uns noch Würstchen  und wir sind nach Blenheim gefahren, um neue Bremsbeläge für das Auto montieren zu lassen. Ich hab mir dann noch eine Irish Tin Whistle gekauft, ein einer Flöte gleichendes Instrument, dessen Beherrschung mit dem Prädikat "Virtuose" ich mir zum Ziel gesetzt habe. Allerdings ist Akkordeonspielen 1000 mal besser. Heute Abend haben wir noch ein paar Bier mit Kelvin getrunken, zu Abend gegessen und diesen in den Gefilden des Internets versunken ausklingen lassen. Wir wollen die Gastfreundschaft natürlich nicht unhöflich ausnutzen, weswegen wir morgen weiterziehen werden. Silvano sitzt hier neben mir und wirkt leicht schläfrig, es ist anscheinend langsam Zeit das Reich der Träume zu betreten.

Kandu der Kiwi  Kinder they love me

evtl. lade ich  noch ein Video auf Facebook hoch, wenn ihr das sehen wollt


Bis die nächsten Tage



Gruß

Guten Tag!

Montag, 24.02.2014

und Hallo! nach langer Zeit. Bin jetzt mal wieder dazu gekommen, zu schreiben. Wir waren echt viel unterwegs und einige Momente verdienen es festgehalten zu werden, weshalb ich einfach mal wieder da anfange, wo ich aufgehört habe: Hokitika.

Nachdem wir schon viereckige Augen hatten und es Zeit war, das Internet und die Bibliothek zu verlassen, beschlossen Silvano und ich, also eher er, die Route über den Arthur's Pass zu nehmen, welche uns an die Ostküste bringen wird. Im Gebirge war es sehr neblig, weshalb wir vorsichtig fuhren und kaum viel vom Land um uns herum sehen konnten. Die Straße verlief einige Kilometer parallel zu einer Eisenbahnlinie, jedoch sind Züge hier selten und sehr langsam. Deswegen habe ich mich bei einer Pause auch näher an die Schienen gewagt, als plötzlich eine alte Lok kam und mich mit ihrem Hupen erschrak, ich stand vielleicht so 2 Meter neben den Gleisen. Zurück am Auto bemerkte Silvano mit seiner technischen Genauigkeit, dass das Auto mal wieder einen Ölwechsel brauchte, wie auch die Lampe am Amaturenbrett verriet. Leider haben unsere geballten Manneskräfte nicht ausgereicht, den Verschluss am Ölkanister aufzudrehen, sodass wir dazu gezwungen waren in der nächsten Siedlung nach Hilfe zu fragen. Im Dörfchen Arthur's Pass konnte uns keiner helfen, und nach einem erfrischenden Milchshake ging es weiter nach Oxford. Unterwegs haben wir noch einmal halt gemacht, wo uns ein paar Kias überraschten, einer wollte sogar auf dem Dach unseres Autos mitfahren, hat es sich dann aber anders überlegt, nachdem er es schön zerkratzt hatte. Für 128$ gabs neues Öl und die Halsabschneider haben ohne zu fragen noch nen neuen Ölfilter reingehauen, war aber vielleicht besser so. Wir haben dann fast alleine auf einem Erholungsplatz mit Wiese und so übernachtet, war ganz angenehm dort.

Arthur's Pass Kea im Nebel Kea aufm Dach

Als ich allerdings am nächsten Morgen meine Männlichkeit den Büschen entgegenstreckte und diese wässerte, hatten wir dann auch eine Begegnung mit unserem Nachbar: wieder ein alter Mann. Diesmal Mitglied im Caravan-Club und mit einem großen Campingwagen unterwegs, erinnerte er mich trotzdem gleich wieder an den Herr aus Wanaka. Er drohte damit uns zu verpetzen und laberte irgendwas von 200$, aber als er mit den Worten "you do your business in the bushes" anfing, wusste ich, was für ein schnöseliger Spießer vor mir stand und nich hab ihn einfach weiter reden lassen. Wir haben uns nichts weiter draus gemacht und das örtliche Schwimmbad besucht. War echt gut, aber nachdem ich einige Bahnen schwamm, habe ich mir meine Leiste wohl leicht angezerrt. Das wars dann wohl mit der Profischwimmer-Karriere, aber meine sportliche Laufbahn war ja eh schon dem Fußball versprochen. Nachdem wir uns noch etwas in der Sonne aalten, haben wir uns auf den  Weg gemacht und kamen bei Sonnenschein an einen Ort, der mich sofort begeisterte. Es war zwar kein Drehort von Herr der Ringe, aber etwas Ähnlichkeit mit Rohan oder dem Weg zwischen Bruchtal und dem Nebelgebirge, als sich die Gefährten vor Crebain aus Dunland versteckten, wies dieser Ort schon auf. Hier haben auch die Maori ihr Unwesen getrieben.

Schöne Landschaft Ohhha Steinig hier endlich oben König von Rohan diese Muskeln Paradies .

Am Abend waren wir dann an der Ostküste. Ein netter kleiner Campingplatz an einer Lagoone und ein paar nette Briten würzten den Sonnenuntergang. Dazu kam noch, dass wir uns zuvor Fleisch gekauft hatten, welches wir jetzt mit Käse, BBQ-Soße und Aioli zu leckeren Sandwiches verarbeiteten. Ich wollte mir eines für den nächsten Morgen aufheben und betraute Silvano mit der Aufgabe, diesen vorzüglichen Happen sicher zu verwahren, schließlich hatten wir sonst nix großartiges an Delikatessen in unsere Speisekarte. Als ich ihn dann früh fragte, wo denn meine Mahlzeit sei, sagte er: "Unterm Auto auf nem Teller." Ich ahnte Schlimmes, und es war tatsächlich der größte Rückschlag, den ich bis jetzt in Neuseeland in Erfahrung bringen musste. Mein perfektes Sandwich wurde an die wilden Tiere verfüttert, die schon am Abend zuvor danach ächzten. Genausogut hätte Silvano den Teller auf den Tisch stellen können.... dann kam er  mit Toastbrot an. Nichts als dieses madige Brot und das seit 3 stinkenden Tagen, mein Magen drehte sich schon förmlich um, doch ich versuchte das alles so gut wie möglich zu verdauen.

Das haben sie übrig gelassen viele Nährstoffe besser als Brot

Unser Ziel für den Tag hieß vorerst Kaikoura, eine leicht mäandrierende Küstenstraße sollte uns zur Stadt am Meer bringen. Unterwegs machten wir rast und ich begab mich dicht an die Felsen, an denen die tosenden Wellen brachen. Plötzlich wurde ich angestöhnt, und direkt neben mir lag eine recht gut getarnte Robbe, die wohl ungestört schlafen wollte. Ich hab dann beschlossen zu den Tieren des Meeres zu flüstern, aber der stinkende Haufen Fleisch war davon nur wenig beeindruckt.

unterwegs moin schlafend von oben Naturfilme drehen ein Meerestier

In der Stadt haben wir uns erst zum Aussichtspunkt begeben und dann die Beine vertreten, ein Eis geschleckt und ich konnte dem Heißhunger nicht widerstehen, weshalb ich mir einen HotDog gönnte. Nach der frittierten Wurst am Stiel fuhren wir entlang einer bildhaften Straße, die von der Umgebung geschmückt wurde, nach Hanmer Springs, wo wir nächtigten und auf die Briten trafen.

Kaikoura Panorama Küste schief schöne Landschaft

Über den wunderschönen Lewis Pass sind wir dann nach Greymouth an der Westküste gefahren, jedoch war hier nix los und wir haben uns wieder in den Flitzer geschwungen, um den Straßen zu zeigen, wer ihr Herr ist. Durch den Dschungel und wieder mal viel Regen verlief die Straße trotzdem dicht an der Küste, wo die Wellen beinahe den Anschein machten, als wollten sie uns verschlingen. Nach langer Fahrt sind wir an Jack's Gasthof angekommen, betrieben von Deutschen. Hier war ein gut gepflegte bothanischer Außenbereich ebenso beschwichtigend wie die Gaststätte mitsamt der deutschen Bedienung. Wir haben uns dann mal ne schöne Pizza schmecken lassen, und Silvano hatte noch eine Dusche mitten im Regenwald. Aus Gründen, die sich gegen Pornographie aussprechen, kann ich nur ein Bild der Dusche ohne Silvano hochladen.

Palmen jooo Dusche im Freien

Der nächste Tag war von sehr wechselhaftem Wetter begleitet, doch uns zwei Streuner verschlug es weiter Richtung Norden, immer dicht am Meer. Auf halbem Weg hielten wir an einer Attraktion an, die Pancake Rocks und Blow Holes hieß. Hier waren echt außergewöhnliche Steingebilde zu sehen, wir der Name eben verrät. Danach gings noch zu nem ziemlich unspektakulären Leuchtturm.

Brandung Schön Steingebilde Pfannkuchen Blow Holes Plinsen Plinsen mit Apfelmus Wasser eine Ente mehr Robben  der Mantel weht im Wind

Kurz vorm Campingplatz hielten wir dann an, ein sandiger Strand vor uns. Wir, also eher ich, nutzten die Gelegenheit und begaben uns in Reichweite der meterhohen Wellen, welche durch das aufziehende Unwetter aufgepeitscht worden waren. Als ich mich umdrehte, um nach Silvano Ausschau zu halten, wurde ich vom Wasser erfasst und meine Schuhe und Hosen waren klatschnass. Ich habe den unnötigen Ballast abgeworfen und sah mich selbst halbnackt und den Wellen trotzend  noch dichter am Meer. Das war ein echtes Gefühl von Freiheit, der Wind pfiff mir um die Ohren  und das Wellen brandeten an meinen Beinen. Nach gut 40 Minuten sind wir dann zum Campingplatz, wo ich sofort meine Badehose anlegte und mich erneut zum Meer begab. Hier, wo steilkantige Felsen aus dem Wasser ragten, waren die Wellen fast doppelt so hoch. Ich konnte mich allerdings auch weiter hineinwagen, da das Nasswerden nun kein Problem mehr darstellte. Hab dann auch gleich ne Fotosession mit Silvano gestartet, seht selbst.

Küste   Wellen alles nass ohja! der andere Strand-Fotosession Wasser war angenehm Wellen kommt nur war nass Welle kommt Hilfe Freiheit Trebsen!  Dusche T-Shirt nass Heldenbrust Salzwasser ins Gesicht Baywatch ein Fels in der Brandung i came breites Kreuz grazil yeah Angscht der Arm ist stärker als die Wellen Sonnenuntergang

Heute haben wir einen kleinen Spaziergang im Dschungel gemacht, war echt feucht hier. Dann sind wir wieder südwärts gefahren, Silvano hat einen neuen Gaskocher beschafft, um den alten, zerschmolzenen zu ersetzen. Gerade eben hat die Bibliothek geschlossen und wir schreiben im Auto vorm Gebäude weiter. Sie mögen uns die Lokalität nehmen, aber das Internet werden sie uns nicht nehmen!

Dschungel

Es haben auch wieder ein paar Leute geschrieben, mit denen ich die ersten Tage in Auckland war. Wäre schön, wenn man sich dann  auf der Nordinsel wiedersieht, ihr Kunden ;)

Das wars erstmal wieder aus NZ, langsam frage ich mich schon, was so alles Neues in der Heimat passiert ist. Aber in Trebsen passiert ja eh nicht viel, von daher: viele Grüße !

Regen, Reizwäsche und Reiselust

Dienstag, 18.02.2014

Seit meinem letzten Eintrag ist zwar etwas Zeit verstrichen, jedoch ist nicht so viel Nennenswertes wie in den vorherigen Tagen zu berichten. Das liegt daran, dass wir ziemlich viel gefahren sind und uns deshalb an der Westcoast befinden, und zwar am Meer!

Ich fang am besten da an, wo ich aufgehört hab.  Nachdem wir dann das Internet in BK ausgenutzt haben, machten Silvano und ich uns auf die Socken, denn wir hatten einen weiten Weg vor uns. Von Queenstown aus gings auf die Straße in die einsame Wildnis mit dem Ziel Wanaka. Irgendwie klingen die meisten Städte wie Indianersiedlungen, haben ihren Namen aber von den Maori (glaub ich zumindest). Wir beschlossen eine Abkürzung durch die Berge zu nehmen, die uns zwar nichts an Zeit, dafür aber etwa 50km Wegstrecke, sparte. Außerdem ermöglichte sich uns ein wunderbarer Ausblick über das Tal, welches wir hinter uns ließen. Als wir dann auf der anderen Seite wieder runterkamen, konnten wir unseren Augen kaum trauen. An einem 500m langen Zaun waren unzähligen Büstenhalter aufgehangen. Silvano wäre beim Wendemanöver vor Aufregung fast in den Graben gefahren, doch die Vernunft war schon immer stark in ihm. Wir haben dann erstmal ein paar Fotos gemacht und ne kleine Pause eingelegt. Der Einsamkeit während stiller Abendstunden in der Wildnis wegen wollte ich erst ein paar Examplare mitnehmen, aber solch ein herrlicher Anblick sollte auch folgenden Trampern gewährleistet bleiben, weshalb wir uns zur Weiterfahrt entschlossen. Da Silvano jedoch immernoch zittrige Hände hatte, durfte ich meine erste Fahrt als Führer des Kraftfahrzeuges antreten. In Neuseeland gilt Linksverkehr, was ich natürlich nicht gewohnt war. Dazu kam noch, dass es ein Automatikwagen ist. Aber das hielt mich nicht davon ab, durch die Prärie zu heizen. Die Straßen gehörten mir, und ich habe mich mal wieder richtig frei gefühlt, Fenster aus dem Arm und Minupren auf voller Lautstärke, der Bass hat das Auto vibrieren lassen und die toten Mücken und Fliegen, welche an der Frontscheibe klebten, sind auf das reich verzierte Amaturenbrett gefallen. Ohne weitere Vorfälle sind wir dann auf dem Campingplatz in Wanaka angekommen, wo wir uns Essen machten und den restlichen Abend genossen. Als wir dann zur Abendstund Gebrauch von unseren Taschenlampen  machten, kam ein alter, griesgrämiger Sack und meckerte uns nach deutschen Manieren an. Sowas ist hier im Lande eigentlich nicht üblich, aber wir haben einfach darüber hinweggesehen und uns zum Schlafe gebettet.

Am nächsten Tag sind wir zeitig losgefahren und haben insgesamt 400km zurückgelegt. Es ging größtenteils durch Bergstraßen und Dschungel. Zum späten Nachmittag kamen wir in Jackson's Bay an, wo wir ins Fish'n'Chips für je 15$ gönnten. Ich habe noch nie so guten Fisch gegessen wie in jenem Dorf. Man konnte vom Imbisshaus aus sogar die Fischkutter beobachten, also nur frische Ware hier am After der Welt. Naja, es wurde dann langsam dunkel und wir waren auf der Suche nach einem Ort zum Rasten. Da der kostenpflichtige DoC Campingplatz jedoch überfüllt war, nahmen wir weitere 50km in Angriff und kamen dann so halb 9 direkt neben dem Meer an. Die Wellen waren hier schon ganz schön hoch, vllt. 1 Meter und wir haben unser Spiel mit Poseidon getrieben.

Früh habe ich mich dann ins Wasser gewagt, zumindest mit den Beinen, denn der Respekt vor den Wellen war dann doch zu groß, schließlich wurden permanent Steine mit ordentlicher Geschwindigkeit gegen meine zarten Beine gespült. Bin dann zurück zum Auto gegangen, wo Silvano von einem riesigen Insekt ins Bein gebissen wurde. Ihm wurde so viel Blut abgesaugt, dass er sofort ganz blass wurde und beinahe umkippte. Naja, ein bisschen Salbe hat's dann auch getan und wir sind mit dem Ziel Fox Glacier weitergefahren. Das Eis ist ziemlich dreckig gewesen und allgemein war der Ausflug nicht sonderlich spektakulär, was wohl auch an den verdammten Touristen gelegen haben könnte. Bis zum Franz-Josef Gletscher bin ich dann nicht mitgegangen, hab mir das ganze entspannt auf einer Bank sitzend von unten angeguckt. Wir sind dann weiter zum Campingplatz gefahren, der Tank war fast leer und Silvano holte den 10 Liter Notfallkanister raus. Diesmal waren wir schon eher angekommen, weshalb wir noch etwas mehr Freizeit im Freien hatten. Der Campingplatz war direkt an einem See und es war einer, wie er im Bilderbuche stand, oder zumindest, wie man ihn aus manchen Hollywood-Filmen kannte. Das lag wohl vor allem  daran, das es hier einen etwa 25m langen Steg gab, von welchem aus man ins Wasser springen konnte. Das haben wir dann auch gemacht und man könnte meinen, dass wir das TV Total Synchronspringen gewonnen haben. Leider war der See voller Pflanzen, die ständig die Beine berührten, falls man nicht an der Oberfläche trieb. Um meinen stählernen Körper zu ertüchtigen, schwamm ich wohl gute 100 Meter mit Silvano, war danach aber ziemlich erschöpft mit meiner Kaninchenlunge. Als ich mich dann auf dem hölzernen Gestell ausruhen wollte, ist Silvano wie aus dem Nichts völlig ausgerastet: der Autoschlüssel ist ins Wasser geplumpst und versank wie die Bismarck im Nordatlantik. Daraufhin hat er völlig die Fassung verloren und erstmal schön laut rumgeflucht, ich suchte bereits nach einem Lösungsplan. Weil mir der Schlüssel unwiederruflich verloren schien, schlug ich vor, das Auto aufbrechen zu lassen. Auf dem Campingplatz waren ein paar Tschechen, die hätten sich damit bestimmt schon ausgekannt. Aber Silvano packte Mut und Eifer, sodass er in den See sprang und den Schlüssel mit den Füßen tastend suchte. Ich habe ihn dabei gelotst und nach dem ersten Fund, einer Muschel, schon beinahe die Hoffnung verloren. Doch dann geschah das Unerdenkliche: neben einer halben Tonne Seegras hielt Silvano den verloren geglaubten Schlüssel in der Hand. Der Aufwand hatte sich gelohnt und aus den vorher ausgesprochenen Flüchen wurden ein lautes JAAAA, JAAAA, FUCK JAAAA!. Ich musste einfach nur lachen, teils wegen Silvano und teils wegen der glücklichen Fügung des Schicksals. Er ist dann noch einfach so 2 mal in den See gesprungen um sich abzureagieren. Danach beschlossen wir, dass alles mit einem Festmahl zu zelebrieren, was mir recht war. Es gab Schnitzel mit Bratkartoffeln und Ei, wie Heeme. So ließen wir dann den Abend ausklingen und der nächste Tag konnte kommen.

Heute regnet es einfach ununterbrochen, weswegen wir nach Hokitika gefahren sind, aufgetankt haben und hier in der Bibliothek das freie WLAN nutzen. Viel mehr wird heute wohl auch nicht mehr passieren, schade, wollte eigentlich nochmal ins Meer springen, aber das wird dann wohl warten müssen, bis wir die Ostküste erreichen.

Bis dahin, machts gut

El Süden

Samstag, 15.02.2014

Am Sonntag gings etwas später los zum Mount Eden, und das in der prallen Sonne. Nach so ner halben Stunde haben wir, also eher ich, Hunger gekriegt und bei so nem Pita-Laden gestoppt. Das ist so was ähnliches wie ein Dürum, hat aber viel besser geschmeckt. Leider hat das Teil nicht gesättigt und ich bin dann noch zu Subway gegenüber gegangen. Anschließend gings weiter und ich muss schon sagen, dass der Aufstieg einiges mit sich brachte. An einigen Stellen war es in etwa ein 60° Winkel, aber für die Aussicht hat sich das alles schon gelohnt. Die ganzen Berge in Auckland sind übrigens Vulkane und deshalb nett anzusehen.


Weil wir so einen anstrengenden Tag hatten, wollte wir uns des Abends mit Bier belohnen. Allerdings hat hier ein 12-pack 0,33 Heineken umgerechnet etwa 19 € gekostet, also schon ein teures Vergnügen. Nach ein paar Bier kamen dann 5 Australier mit ner Flasche Captain Morgan, die haben mich dann auch gleich auf nen Drink eingeladen, oder auch mehrere, das weiß ich nicht mehr so genau. Die netten Leute haben Partyurlaub in Neuseeland gemacht und waren echt cool drauf. Sie wollten die ganze Zeit mit mir ins "ShowGirls", also ein Stripclub. Hatte da aber keine Lust drauf und den Abend im Hostel verbracht. Außerdem haben wir da noch Sandra und Kim aus Stuttgart kennengelernt, die dann mit Daniel, Malte und Friedrich zusammen rumfahren werden. Der Abend war so ziemlich wie in Deutschland und ich froh dann im Bett zu liegen.


Am nächsten Tag war ich ziemlich verbraucht, aber da hatten wir dann eh nur ein paar Infoveranstaltungen von der Agentur und haben das Bankkonto und solche Sachen eingerichtet. Am Abend gabs dann wieder Bier, aber diesmal von Haägen, weils billiger war. Spart einfach niemals an Bier, das hat einfach wie Pisse geschmeckt, vielleicht sogar schlimmer. Wir haben dann noch etwas Musik gemacht, Janosch und Friedrich an der Gitarre und ich später mit der Mundharmonika. Ich habe außerdem neue Mitbewohner bekommen, und zwar 3 alte Opas aus Italien. Die waren eigentlich ganz nett, aber dieser bestialischer Gestank nach abgelaufenem Fleisch und alter Haut war einfach unerträglich. Außerdem kam noch das Schnarchen von 3 schweratmigen Menschen dazu, wo man manchmal denkt, dass sie gleich abkratzen. Aber die Nacht habe ich dann auch noch überstanden.


Am nächsten Morgen war ich recht zeitig frühstücken und habe mich dann von den restlichen verabschiedet, außer von ein paar Schlafmützen, die einfach nicht aus dem Bett kamen, ihr Kunden. Danach begab ich mich zur tags zuvor ausfindig gemachten Bushaltestelle, deren Bus mich zum Flughafen brachte. Hier verlief alles reibungslos und ich war auf dem weg nach Queenstown. Dort angekommen lachte mich sofort ein vertrautes Gesicht an: Silvano! Der wartete schon seit halb 10 auf dem Flughafen, weil er dachte, dass ich den Flug 5 Stunden eher hatte. Passiert. Nebst seiner langen Mähne viel mir sofort auf, dass er für längere Zeit kein deutsch mehr gesprochen hatte, was an seiner fehlerhaften Grammatik und am raren Wortschatz auszumachen war. Der äußere Zustand seines Autos bestätigte die Verwilderung seiner selbst. Dessen zum Trotz stieg ich ein und wir gingen gleich erstmal einkooofen und tanken, anschließend fuhren wir nach Te Anau, rasteten aber einige km vorher. Die atemberaubende Landschaft, Seen, Prärien und Berge, faszinierte mich sofort und dünkte mich der Wille, all dies fremde Land zu erkunden. Endlich war ich raus aus Auckland, was mich sehr an Korea oder so erinnerte, aber naja, genug davon. Macht euch am besten selbst ein Bild anhand der zahlreichen Bilder.
Wir campten an einem kleinen Fluss, der zur Zeit wenig Wasser führte. Trotzdem war ich barfuß unterwegs und das kalte Wasser echt angenehm. Zum Sonnenuntergang gabs ein gemütliches Dosenbier und ich habe mich auf Anhieb wohlgefühlt. Wir schlafen zwar zusammen im Auto, aber machen keinen auf Brokeback Mountain, falls ihr das denkt. Am nächsten Morgen gabs dann the best Dosenfutter in the world: Baked Beans. Das sind einfach Bohnen in Tomatensoße, die schmecken aber echt gut. Die werde ich jetzt wohl jeden Tag essen.


Mal ganz nebenbei, ich bekenne mich als Hasser von Mücken, am besten alle vergasen diese Drecksviehcher. Doch hier in Neuseeland gibt es einen neuen Feind: Sandfliegen. Die sehen aus wie Obstfliegen, stechen jedoch wie Mücken und sind verdammt noch mal zahlreich. Ich hab schon einige Stiche und nichtmal das Mückenspray scheint zu wirken. Gerade in den letzten 2 Tagen war es ziemlich feucht und die vermehren sich wie die Zigeuner. Aber naja, was will man machen, wenn man eine tötet, kommen gleich 3 Neue an.


Silvano und ich waren dann auf nem anderen Campingplatz an nem größeren Fluss. Beim Versuch des Überquerens landete versehentlich mein rechter  Schuh samt Fuß im Wasser, und den hab ich bis jetzt nicht wieder trocken gekriegt. War aber echt cool dort und wir haben Till kennengelernt, der auch aus Deutschland kommt. Neuseeland wird wohl das 18. Bundesland nach Mallorca. Er reist ne Weile mit uns mit, da wir die gleiche Fähre über den Milford Sound haben. Die Tage sind wir viel gewandert, leider blieb uns eine gute Aussicht auf den Gipfeln wegen der Wolken vergönnt.


Am Abend waren wir im Gunn Camp, da gabs erstmal eine warme Dusche und später am Abend kam ein Bus mit 40 Leuten, mit denen wir einen ganz guten abend hatten. Wir haben zum Beispiel Monopoly mit nem ca 35-jährigen Schwulen namens Josh gespielt, und der war auch noch sturzbesoffen. Genauso wie eine Milf und ihr Mann, die eine Reise durch Neuseeland wegen seines 50. Geburtstages machen. Für Silvano und mich gibts dann jeden Tag Dosenbier, schmeckt ganz ok.

Nach einer kurzen Nacht sind wir dann zum Milford Sound gecruised, auf einer Bergstraße und durch einen Tunnel, der einer Mine glich. Es ging direkt los mit dem Schiff, quer durch die Bucht bis zum Meer und wieder zurück. Es war eine ehrfurchtgebietende Kulisse, erinnerte mich z.T. an Jurassic Park und King Kong. Aber hier sagen glaub ich Bilder mehr als 1000 Worte.     

Der Tag hat also sehr gut angefangen, aber er wurde noch viel besser. Wir sind zu dritt zum Gertrude Track gefahren, leider konnte Silvano aufgrund seines verletzten Knies nicht mit und bestieg den Key Summit erneut, wo wir tags zuvor eine schlechte Sicht hatten. Ich machte mich also mit Till auf den Weg, der für fitte und erfahrene Wanderer mit Navigationssinn geeignet war, also alles vorhanden hier. Anfangs ging es durch das Tal, wobei hier der Pfad schmal und steinig war, und manchmal musste man schon über den ein oder anderen Felsen klettern. Schließlich mussten wir durch ein ausgetrocknetes Flussbett, hier gabs keinen weg mehr, nur gigantische Steine und wir musste uns mit unseren navigation skills den Weg suchen. Nichts leichter als das, anschließen machten wir uns an den Aufstieg, der nur auf allen Vieren zu bewältigen war. Aufgrund meines leichten Asthmas musste wir hin und wieder mal ein kurzes Päuschen einlegen, dadurch konnte man aber den zurückgelegten Weg bestaunen. Auch der Ausblick war hier schon gut. Nach ca. 2 Stunden sind wir dann zu einem Bergsee gelangt, allerdings war der eiskalt und man konnte leider nicht drin baden. Dann waren alle Kletterfähigkeiten und Muskeln, wovon ich ausreichend hab, gefragt, es ging eine recht steile Felswand hoch und die letzten Höhenmeter waren ein Test für Körper und Geist. Umso besser war das Gefühl, als wir endlich auf dem Sattel zw. 2 Bergen angekommen waren. Hier blies uns der Wind um die Ohren und es war ziemlich kühl, schließlich standen wir in den Wolken. Nebst großartigem Ausblick auf das Tal und den Milfort Sound hatten wir die Möglichkeit, einen freilebenden Kea zu beobachten und fotographieren. Der  Abstieg war dann zwar eine Höllenqual für meine Knie, aber das war es mir wert.

Am Abend haben Silvano und ich noch etwas gejammt, aber die Mücken waren hier im waldigen Campingplatz eine Plage. Heute sind wir mit dem Ziel Wanaka losgefahren, allerdings hängen wir noch in Queenstown. Hier hab ich mir einen 10€ Burger gegönnt, aber die 250g Fleisch und der Rest an Zutaten haben nicht wirklich gesättigt, schade, da Fergburgers die besten in Neuseeland machen soll. Jetzt sitzen wir grad in Burgerking und ich hab nach ner halben Woche mal wieder Internet. Während ich meinen Blog schreibe, zieh ich mir eine Cola nach der anderen rein, sodass mir schon ein bisschen schlecht ist. Bessere Tage werden kommen.

cya

Waiheke Island - Beaches and Bitches

Sonntag, 09.02.2014

Bin schon um 7 aus dem Bett gefallen, weil die Luftfeuchtigkeit gegen Unendlich geht. Nach einem äußerst nährhaften Frühstück gingen wir dann als 11-köpfige Gruppe Richtung immer.

Ich erzähl euch erstmal was über die Leute:

Da gibts Janosch, er ist mit mir auf dem Zimmer und wirkt immer sehr beschäftigt. Er plant mit seinem Freund Dennis zusammen die Weiterreise. Die kommen beide aus dem gleichen Ort, suchen hier grad ein Auto. Dennis ist immer offen für Geschichten aus dem Osten, er guckt dann immer als käme ich von nem anderen Stern. Janosch nett aber man sieht ihm an, dass er sein Ding alleine durchziehen will.

Noch auf meinem Zimmer ist Paul, ein 27-jähriger Physikstudent und Altenpfleger, der mich sehr an Alfred erinnert. Eine freche Art und der Wille sich ständig in alle Gespräche reinzuhängen gehen mir ziemlich aufn Sack. Allerdings ist er schon hilfsbereit, der Keeeed. AUßerdem wohnt bei uns dann noch der Italiener, mit dem wir uns gestern mal über Drogen unterhalten haben. Er raucht regelmäßig Weed und Hasch, aber ist echt in Ordnung, der rothaarige Gianluca.

Nebenan ist der Malte aus Hamburg, der ist ganz in Ordnung und immer für ein kleines Gespräch bereit. Des weiteren wohnt da der Frederik, den ihr auf meinem Video gesehen habt. Mit dem verstehe ich mich gut, weil er nicht so viel redet, für einen Wessi ausm Ruhrpott ziemlich ungewöhnlich. Er flucht auch gern mal laut auf französisch und findet meinen Akzent sehr komisch, sodass unsere Gespräche meist in Gelächter enden. Man muss natürlich sagen, dass die alle noch nie so richtig sächsisch gehört haben und mich daher witzig finden. Ich lache dann meistens aus Mitleid mit. Zuletzt ist da noch der Daniel aus dem Schwabenland, der sehr offen für alle Dialekte ist und sehr vernünftig erscheint.

Friedrich ist auch noch im Boot, Sohn 2er Ärzte. Allerdings ist er trotz seines Wohlstandes nicht arrogant, finde ich echt gut.

Gibt außerdem noch 3 Mädchen, Cindy, Michaela und Tabea. Mit der letzteren verstehe ich mich ganz gut, obwohl sie Vegetarierin ist. Gott bin ich weltoffen. Die anderen beiden sind auch gut druff, aber das sind hier alle.

Trotz meiner teils gehässigen Worte verstehe ich mit allen echt gut und wir machen ziermlich viel zusammen, sodass man hier nie richtig alleine ist. Also, falls ihr das lest, nehmts nicht so ernst. Außer Alfred.

 

SOOOOO nun aber zurück zum Ausflug, welcher in der prasselnden Sonne bei gefühlten 30°C stattfand. Mit der Fähre gings auf die Insel, wo uns sofort ein älterer Herr mit seinem Großraumtaxi etwas weiter reinbrachte. Er schwärmte von der deutschen Disziplin. Wir marschierten direkt zum erstbesten Strand und es war ein echt gutes Gefühl knietief im Wasser zu stehen.Anschließend gings mit dem Bus zum Onetangi Beach, da sind wir dann richtig baden gegangen. Schön lekka aufs Meer rausgeschwommen, eine leichte Brise ließ mein noch bestehendes Haar den Gräßern auf der idyllischen Insel gleichend im Winde wehen. Naja, dann sind Dennis, Frederik und ich eine Klippe hinaufgeklettert, wo wir uns je 2 Bier gönnten, aber das habt ihr ja auch bereits im Video gesehen. Nachdem wir dann noch den Ausblick genossen, sind wir eine Weile gelaufen und haben noch etwas gegessen. Ich wollte mir einen Hotdog gönnen, allerdings wars dann doch nur ne fritierte Wurst am Stiel.

Bis auf leichten Sonnenbrand war der Ausflug echt gelungen, und Waiheke Island ist echt ein guter Platz zum leben.

Zurück in Auckland hielten wir bei Burgerking, und ich konnte meinen Augen kaum trauen. Ein BBQ Bacon Double Cheeseburger, kein einziges Stück Wiese oder anderes pflanzliches Gelumpe auf diesem wahren Leckerbissen, der natürlich nicht sättigte.

Des Abends saßen wir noch gemütlich beieinander, alle aßen Nudeln, aber ich hatte ja bereits meine Reise in den Fastfood-Himmel.

Das wars bis jetzt, schreibe dann bald noch was zum Ausflug auf den Mount C2H6.

#yolo

 

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